Neue Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
💧 Ein neues Kapitel zum Schutz des Trinkwassers Europas
Ab dem 12.01.2026, tritt die EU-weite Überwachung von PFAS („Forever Chemicals“) im Trinkwasser gemäß der überarbeiteten EU-Trinkwasserrichtlinie in Kraft.
20 PFAS-Stoffe dürfen in der Summe 100 Nanogramm (= 0,1 Mikrogramm) pro Liter nicht überschreiten.
Für die 4 besonders bedenklichen PFAS ist ein Grenzwert von 20 Nanogramm (ng) pro Liter vorgesehen – allerdings erst ab dem 1. Januar 2028.
PFAS sind persistente Chemikalien, die ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen können. Eine konsequente Überwachung in ganz Europa ist ein wichtiger Schritt zur Prävention und zum Schutz.
👉 Was das in der Praxis bedeutet:
• Länder müssen PFAS überwachen und die Werte senken, wo die Grenzwerte überschritten werden.
• Die Bürger müssen klar und transparent über die Wasserqualität informiert werden
• Vergleichbare Daten unterstützen gezielte Maßnahmen in ganz Europa
Grundsätzlich gilt: Bleileitungen müssen bis heute ausgetauscht oder stillgelegt sein. Blei ist auch in sehr geringen Mengen gesundheitsgefährdend. Der geltende Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter kann bei Trinkwasser aus Bleirohren in der Regel nicht eingehalten werden.
📊 Die Europäische Umweltagentur unterstützt diese Arbeit, indem sie Informationen aus den Mitgliedstaaten sammelt, Daten analysiert und berichtet und so hilft, Überwachung in Wissen für Maßnahmen umzuwandeln.
Bessere Daten helfen, die Gesundheit zu schützen, Vertrauen aufzubauen und Umweltverschmutzung zu verhindern, bevor sie unseren Wasserhahn erreicht.
Ausnahmen: Eine KURZFRISTIGE Fristverlängerung ist möglich, wenn der Betreiber nachweisen kann, dass ein Auftrag zur Entfernung rechtzeitig erteilt wurde, aber aus Kapazitätsgründen nicht fristgerecht umgesetzt werden konnte.
Eine LANGFRISTIGE Verlängerung bis max. 12. Januar 2036 ist zulässig bei Gebäudewasserversorgungs- oder Eigenwasserversorgungsanlagen, die ausschließlich dem eigenen Haushalt dienen und bei denen keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten ist.
Bildquelle Freepick
