Marktwirtschaft | Neu Denken | Podcast Maja Göpel | Folge 5
Mit Marktwirtschaft verbinden wir das Versprechen von Freiheit, Wettbewerb und fairen Chancen. Wir verbinden es mit einem System, das sich selbst reguliert und in dem Angebot und Nachfrage in Balance zueinander stehen. So haben wir es gelernt, so scheint es selbstverständlich. Aber stimmt das eigentlich?
Denn Märkte entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie brauchen Regeln, Institutionen und Vertrauen – und damit immer auch den Staat. Er kann Wettbewerb sichern, Innovation fördern und Fairness garantieren. Aber er kann sie auch behindern: Dann werden Regeln zu starr, Risiken verzerrt oder Informationsflüsse verhindert – und es entstehen riskante Marktdynamiken. Welche Wirtschaftspolitik wir wählen, bestimmt also, ob Märkte Freiheit ermöglichen – oder sie beschneiden.
Trotzdem hält sich hartnäckig die Vorstellung, der Markt funktioniere am besten, wenn der Staat sich heraushält. Dabei zeigt die Realität das Gegenteil: Wo Kräfteverhältnisse kippen und Wettbewerb erodiert, braucht es Regeln. Staatliche Eingriffe sind dann kein Schritt in Richtung Planwirtschaft – sondern eine Voraussetzung dafür, dass Märkte überhaupt fair funktionieren können.
Warum also halten sich die Klagen über zu viele staatliche Eingriffe so hartnäckig? Und was bedeutet es für die Zukunft der Marktwirtschaft, wenn wir neu darüber nachdenken, welche Spielregeln uns wichtig sind – und wie wir diese demokratisch mitbestimmen können?
Darüber spricht Maja Göpel in der fünften Folge unseres Audio- und Videopodcasts NEU DENKEN mit Rüdiger Bachmann, deutsch-amerikanischem Wirtschaftswissenschaftler. Die beiden diskutieren darüber, inwieweit staatliche Regulierung und funktionierende Marktwirtschaft ineinandergreifen.
Podkast Marktwirtschaft Neu Denken mit Genehmigung Maja Göpel hier anhören
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